Teamgeist und neue Wege
Zwischen Tischtennisturnieren, Ausflügen und großen Plänen für ein Feriencamp übernahmen Yason, Chantal und Arslan im Kinder- und Jugendhaus „Substanz“ mehr Verantwortung, als sie erwartet hatten. Ihr Sachsensommer wurde dabei nicht nur abwechslungsreich, sondern auch richtungsweisend für ihre persönliche und berufliche Zukunft.
Kinder- und Jugendhaus „Substanz“
Zum Sachsensommer kamen sie auf unterschiedlichen Wegen. Einer wurde durch seine Lehrerin auf das Programm aufmerksam, die beiden anderen folgten dem Tipp des Einrichtungsleiters Olli. Zwei von ihnen kannten die „Substanz“ bereits aus ihrer eigenen Kindheit und waren seit der vierten oder fünften Klasse regelmäßig dort. Alle drei wollten ihre freie Zeit sinnvoll nutzen und herausfinden, wie sich die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wirklich anfühlte.
Der Alltag im Jugendhaus war alles andere als langweilig. Ein echtes Highlight war die Vorbereitung des jährlichen Feriencamps an der Talsperre Kriebstein, bei dem Kanufahren und Klettern auf dem Plan standen. Im Haus selbst organisierten sie Tischtennisturniere, begleiteten Kinobesuche oder unternahmen Ausflüge, zum Beispiel an den Strand. Dabei betreuten sie Kinder und Jugendliche zwischen etwa 10 und 17 Jahren.
Besonders schätzten sie die Zusammenarbeit mit dem Team vor Ort. Die erfahrenen Betreuerinnen und Betreuer begleiteten sie eng, erklärten Abläufe und halfen sofort, wenn es zu Streit oder schwierigen Situationen mit den Kindern kam. Zwei der langjährigen Mitarbeitenden, Olli und Vana, zeigten ihnen dabei, wie man ruhig, fair und respektvoll mit jungen Menschen umgeht. Eine Teilnehmerin erzählte, dass sie sich jederzeit unterstützt fühlte und nie allein mit Problemen gelassen wurde.
Der Sachsensommer hatte auch Einfluss auf ihre Zukunftspläne. Einer der Teilnehmer änderte seine Berufswünsche komplett und wollte nun statt Busfahrer eine Ausbildung zum Erzieher beginnen. Ein anderer, der ursprünglich zur Bundeswehr gehen wollte, entdeckte ebenfalls seine Begeisterung für die Arbeit mit jungen Menschen. Gleichzeitig lernten sie auch viel über sich selbst – zum Beispiel, dass Geduld im Umgang mit Kindern besonders wichtig ist und nicht immer leichtfällt.
Am Ende nahmen alle drei viele neue Eindrücke, Erfahrungen und Werte mit. Ihren Sachsensommer beschrieben sie mit den Worten Spaß, Bildung, Entwicklung und Zusammenleben. Für sie stand fest: Die gemeinsame Zeit im Team und die Erlebnisse im Jugendhaus würden ihnen lange in Erinnerung bleiben.