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Geschliffene Wortgefechte

Seinen Sommer verbringt Bastian bei einem Zwickauer Demokratieverein und setzt sich für eine lebendige Gesprächskultur ein. Er sieht darin eine „Win-Win-Win-Situation“.

Fortschritt Vision Diskurs

Zwischen Schule und Studium reisen, neue Leute kennenlernen und mit einer sinnvollen Arbeit Geld verdienen? „Das alles ist beim Sachsensommer vereinbar“, meint Bastian. Er hatte aus der Zeitung von der neuen Möglichkeit für ein zeitlich begrenztes Engagement erfahren. Beim Blick auf die Webseite fiel seine Wahl auf den jungen Demokratieverein „Fortschritt-Vision-Diskurs“ in Zwickau. „Ich würde mich schon als politikinteressiert bezeichnen und deshalb hat mich die Arbeit auch sehr angesprochen.“

Der Zwickauer Verein organisiert Rhetorik-Wettbewerbe, pflegt Debattierclubs und ergründet so die Wirksamkeit einer lebendigen Gesprächskultur. Seit Juni unterstützt Bastian im Büro. Er organisiert zum Beispiel das „Kandidatengrillen“ mit, bei dem sich Abgeordnete in einer Debattierrunde auf dem Marktplatz öffentlich den Fragen des Publikums stellen müssen. Die Veranstaltung lockt meist Gäste aus der ganzen Region an.

„Dieses Jahr war besonders, dass keine Wahl anstand und wir den Politikerinnen und Politikern zwischendurch trotzdem mal auf die Finger schauen konnten“, sagt Bastian. Das Konzept ist in seinen Augen nicht nur unterhaltsam, sondern „löst das Narrativ ‚Die da oben, wir hier unten‘ auf“. Themen würden so nahbarer, Barrieren schwinden im Dialog.

Für die „24-Stunden-Diskussion“, die der Verein ebenfalls regelmäßig ausrichtet, wertet Bastian die Gespräche mit Expertinnen und Experten aus und sichtet die Ergebnisse. In diesem Frühjahr fand sie im Rathaus Dresden statt und verhandelte das Thema Inklusion.

Bei seiner Arbeit taucht Bastian tief in fachliche Diskussionen ein. Für Veranstaltungen des Vereins übernimmt er außerdem das Design für die Plakate: „Ich hätte das gar nicht gedacht, aber das macht mir am meisten Spaß“, zeigt er sich von sich selbst überrascht.

Im Juni ging es für Bastian mit dem Verein nach Paris – zu einer Diskussionswoche mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Algerien, Tunesien, Frankreich und Deutschland. Eine Woche lang wurde zum Thema Klima debattiert. „Eigentlich kann ich mich vor vielen fremden Leuten nicht so gut öffnen, da aber ging es super“, resümiert Bastian. „Ich habe viele Eindrücke gesammelt.“ Ob er den Sachsensommer empfehlen kann? „Auf jeden Fall! Es ist eine Win-Win-Win-Situation. Für mich, für Vereine und auch für die Gesellschaft.“

KontakT

Gerd Peukert und Susanne Martin
hallo@sachsensommer.de

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Gerd Peukert und Susanne Martin
hallo@sachsensommer.de