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Komm an Bord!

Während der Semesterferien unterstützt Till auf dem CVJM-Schiff in Dresden, einem ehemaligen Dampfer, der heute als Herberge für Freizeiten und Klassenfahrten dient.

CVJM-Schiff Dresden

Hast du dich schonmal an einem Schiff heruntergeseilt? Till, 21, Physikstudent aus Leipzig kann diese Frage mit „Ja“ beantworten. In seiner vorlesungsfreien Zeit engagiert er sich im Rahmen des Sachsensommers auf dem CVJM-Schiff in Dresden. „Ich mache alles, was so anfällt“. Zimmer putzen, Staubsaugen, in der Küche aushelfen,  den Maschinenraum auf Vordermann bringen: „Auf einem Schiff gibt es immer was zu tun. Es wird nie langweilig.“ Auch wenn das bedeutet, sich abzuseilen, um die Schiffsfenster zu putzen.

Idyllisch gelegen zwischen Altstadttrubel und Elberadweg ankert der ehemalige Dampfer im Pieschener Hafen. Bis Ende der Neunzigerjahre war er noch in Betrieb. Danach wurde er aufgekauft und zum Gästequartier umfunktioniert. Heute gehört es zum „Christlichen Verein Junger Menschen“ (CVJM) und dient als Übernachtungsmöglichkeit für Freizeiten, Gruppen- und Klassenfahrten.

Dass Till ganze vier Wochen seiner Semesterferien an Bord verbringt, war reiner Zufall. „Ich habe ein Poster zum Sachsensommer in der Straßenbahn gesehen und mich im Netz darüber informiert. Das hat mir direkt zugesagt und ich habe mich gleich beworben.“ Das Besondere daran: Till bekommt eine Unterkunft gestellt – und die befindet sich direkt an seinem Arbeitsplatz. „Ich wohne die Zeit über in einem kleinen Zimmer auf dem Schiff, muss nicht pendeln und bin gleichzeitig in einer wunderschönen Stadt direkt an der Elbe.“

Nach dem Abitur hatte Till bereits in einem Hostel als Rezeptionist gearbeitet. Er kennt also den Trubel und das Treiben, das entsteht, wenn neue Gäste ankommen und andere wieder abreisen. Auf dem CVJM-Schiff aber geht es nochmal ganz anders zu. Neben der Beherbergung von Gruppen, ist das Schiff genauso Begegnungsstätte. „Es herrscht eine Atmosphäre der Nächstenliebe. Viele ehemalige Mitarbeitende kommen immer wieder vorbei und bleiben dem Schiff verbunden. Alle unterstützen sich“, so der 21-Jährige.

Auch nach Feierabend sitzt das Team oft zusammen an Deck, spricht über den Tag und über Gott. „Es ist total spannend, weil ich vorher wenig Kontakt mit gläubigen Menschen hatte. Hier ist das Gegenteil der Fall: Ich rede mit Leuten über ihren Glauben und erfahre, was sie bewegt hat, zu glauben. Das sind für mich völlig neue Sichtweisen“, findet Till. Die Gespräche, der herzliche Umgang, für Till besondere Momente, die seinen Sachsensommer ausmachen. „Klar werde ich für mich auch mitnehmen, wie ich Bettdecken richtig falte.“

Auch die Tage, an denen weniger Gäste an Bord sind, den ganzen Tag gestaubsaugt und Wäsche zusammengelegt wird, sieht er als wichtige Erfahrung: „Ich wüsste nicht, wo man im Gesamtpaket so viel mitnehmen könnte wie auf einem christlichen Hotelschiff.“ Seine Lieblingsaufgabe? Den Maschinenraum aufzuräumen. „Es macht mich glücklich, wenn ich es schaffe, in einen unaufgeräumten Raum Ordnung reinzubringen und im Nachhinein sehen, dass das, was ich tue, einen Unterschied macht.“

Und während sich der Sommer dem Ende entgegen neigt, ist auch Tills Zeit auf dem Schiff vorbei. Für ihn geht es zurück in den Hörsaal. Seinen Sachsensommer allerdings wird er so schnell nicht vergessen: „Ich glaube, das ist das, was den Sachsensommer ausmacht: Es ist für alle was dabei. Und am Ende kannst du sagen: ‚Ich habe in der Zeit wirklich was erlebt und Erfahrungen gesammelt, die mir niemand mehr nehmen kann.‘“

KontakT

Gerd Peukert und Susanne Martin
hallo@sachsensommer.de

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